Als Hausbesitzer tragen Sie Verantwortung für Ihr Zuhause – und möchten es zugleich smart, sicher und kosteneffizient schützen. Die Wohngebäudeversicherung ist Ihr finanzielles Schutzschild: Sie springt ein bei Sturmschäden, Leitungswasser, Feuer, Hagel, Blitz & Überspannung – und übernimmt gebäudebezogene Schäden durch Einbruch (z. B. aufgebrochene Türen/Fenster). Doch Tarife unterscheiden sich stark: Leistungen, Selbstbehalte, Elementarschutz, Photovoltaik, grobe Fahrlässigkeit, Unterversicherungsverzicht – all das beeinflusst Preis und Qualität. Ein Vergleich lohnt sich sofort und spart oft mehrere Hundert Euro pro Jahr, bei besseren Bedingungen.
Wer zusätzlich alle Verträge digital im Blick behalten will, nutzt eine smarte Versicherungs-App. Damit verwalten Sie Ihre Policen bequem online, laden Dokumente hoch, checken Fristen und starten im Schadenfall zügig und transparent – ohne Papierchaos. In diesem Ratgeber erfahren Sie kompakt und verständlich, worauf es ankommt – und wie Sie jetzt in wenigen Minuten einen fundierten Versicherungsvergleich starten.

🏠 Was deckt die Wohngebäudeversicherung ab? #
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude in seiner Substanz – vom Mauerwerk bis zum Dach. Versichert sind in Standardtarifen typischerweise Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion), Leitungswasser (Rohrbrüche, Frostschäden, Nässeschäden) und Sturm/Hagel. Moderne Tarife bieten zusätzlich Überspannungsschäden (z. B. an fest verbauten Komponenten nach Blitzeinschlag) sowie Serviceleistungen wie Notfall-Handwerker.
Versichert sind in der Regel feste Bestandteile des Hauses – also z. B. Dach, Fassade, Fenster, Einbauküche (je nach Tarif), fest verbaute Haustechnik (z. B. Wärmepumpe), Carport, Garage und Photovoltaikanlagen (teils separat). Bewegliche Dinge im Haus (Möbel, Elektronik, Kleidung) gehören hingegen in die Hausratversicherung.
Tipp: Achten Sie auf Unterversicherungsverzicht oder eine Wohnflächendeckung, damit im Schadenfall keine Kürzung droht. Ebenso sinnvoll: Grobe Fahrlässigkeit (z. B. vergessene Kerze) bis zur Versicherungssumme eingeschlossen.
🌪️ Naturgefahren & Elementarschäden richtig absichern #
Die Ereignisse der letzten Jahre zeigen: Elementarschäden nehmen zu. Gemeint sind z. B. Starkregen, Rückstau, Überschwemmung, Erdrutsch, Schneedruck oder Erdbeben. Dieser Baustein ist nicht automatisch enthalten – er muss aktiv eingeschlossen werden.
Prüfen Sie Ihre Risikozone (Starkregen/Überschwemmung). Ein Rückstau-Einschluss ist wichtig, wenn Ihr Haus einen Keller hat. Oft verlangen Versicherer eine Rückstausicherung (Rückstauklappe) – klären Sie das vorab und dokumentieren Sie die Installation.
Wirtschaftlich sinnvoll ist oft ein moderater Selbstbehalt: Er senkt die Prämie, ohne die Absicherung spürbar zu entwerten. Prävention (Rinnenpflege, Lichtschacht-Schutz, Rückstauventil, Notfallplan) zahlt sich im Ernstfall aus.
🛡️ Einbruchdiebstahl – was ist am Gebäude versichert? #
Kommt es zum Einbruch, ersetzt die Wohngebäudeversicherung gebäudebezogene Schäden: z. B. aufgebrochene Türen, zerstörte Fensterrahmen, beschädigte Schlösser. Gestohlene Gegenstände (Laptop, Schmuck, TV) sind kein Bestandteil der Wohngebäudeversicherung – hier greift die Hausratversicherung.
Ideal ist eine Kombination aus Wohngebäude- und Hausratpolice mit abgestimmten Obliegenheiten und Sicherheitsstandards (z. B. verschließbare Fenster, geprüfte Schlösser), um Deckungslücken und Regressdiskussionen zu vermeiden.
📊 Warum ein Versicherungsvergleich jetzt Sinn ergibt #
Tarife entwickeln sich rasant: neue Bausteine, höhere Entschädigungsgrenzen, bessere Bedingungen – teils bei niedrigerer Prämie. Wer seit Jahren im Altvertrag ist, zahlt oft zu viel für zu wenig Leistung. Ein Vergleich bringt Transparenz: Welche Leistungen sind drin? Wo gibt es Grenzen, Ausschlüsse oder Selbstbehalte?
Gerade bei Photovoltaik, Wallbox, Wärmepumpe, Smart-Home und Nebengebäuden lohnt ein Update, damit alle modernen Risiken korrekt abgedeckt sind. Außerdem unterscheiden sich Versicherer in Sanierungs- und Neubau-Rabatten, Holzbau-Konditionen und Leerstandsklauseln.
Das Ergebnis: Sie optimieren Preis & Leistung und erhalten eine maßgeschneiderte Absicherung – passend zu Bauart, Wohnfläche, Ausstattung, Region und Ihren Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Alarmanlage).
🔧 Wichtige Bausteine & Klauseln im Vergleich #
Elementarschäden (inkl. Rückstau): Achten Sie auf einen umfassenden Katalog (Überschwemmung, Rückstau, Starkregen etc.) sowie realistische Entschädigungsgrenzen. Ein klar definierter Selbstbehalt ist okay, wenn die Prämie deutlich sinkt.
Grobe Fahrlässigkeit & Unterversicherung: Grobe Fahrlässigkeit idealerweise bis zur Versicherungssumme einschließen. Unterversicherungsverzicht oder Wohnflächendeckung verhindert prozentuale Kürzungen im Schadenfall.
Photovoltaik & Technik: Prüfen Sie Absicherung für Montage, Sturm/Hagel, Überspannung, ggf. Ertragsausfall und Diebstahl. Wallbox und Wärmepumpe sollten ausdrücklich benannt sein.
Außenanlagen & Zubehör: Carport, Gartenhaus, Zaun, Terrassenüberdachung, Markise – sind diese mitversichert und bis zu welchen Limits?
Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes: Auf dem Grundstück häufig optional – bei älteren Häusern besonders wichtig.
Glas & Überspannung: Gebäudeverglasung (auch Duschkabinen, Ceranflächen) sowie Überspannung durch Blitz für fest verbaute Technik sind sinnvolle Ergänzungen.
Leerstand/Sanierung & Service: Bei Sanierungen und Leerstand Anzeigeobliegenheiten beachten. Prüfen Sie freie Handwerkerwahl, 24/7-Notfallservice und Regulierungs-Tempo.
📱 Alles digital verwalten: Ihre Policen in einer App #
Mit einer digitalen Versicherungsverwaltung bündeln Sie alle Policen (Wohngebäude, Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz etc.) in einer App: Beiträge, Fälligkeiten, Dokumente, Ansprechpartner – und im Schadenfall starten Sie in Minuten den Prozess.
Praxistipp: Nutzen Sie eine etablierte Makler-App (z. B. simplr) mit sicherer Datenübertragung, Cloud-Dokumentenarchiv und Schaden-Chat. So bleibt alles transparent und leicht auffindbar – auch für Familienmitglieder.
🧮 Praxisbeispiele & Spartipps für Eigentümer #
Beispiel – Starkregen im Keller: Ohne Elementarbaustein bleiben Sie auf Trocknung, Estrich, Malerarbeiten sitzen. Mit Elementar + Rückstau übernimmt der Versicherer (abzgl. SB). Fazit: Elementar ist heute Standard.
Beispiel – PV-Anlage und Hagel: Wer nur das Dach versichert, riskiert Lücken. PV-Baustein mit Überspannung/Ertragsausfall einschließen – wichtig für Finanzierung & Wirtschaftlichkeit.
Beispiel – Sanierung: Während der Sanierung Klauseln (Brandgefahr, offenes Dach, Baustrom, Diebstahl) prüfen und bei Bedarf Zusatzschutz wählen.
Spartipp: Selbstbehalte sinnvoll wählen, Risikofragen korrekt beantworten, Sicherheitsnachweise (Rückstauklappe, Alarmanlage) hinterlegen und Altverträge regelmäßig prüfen.
✅ So gehen Sie jetzt vor – Schritt-für-Schritt #
1) Daten sammeln: Baujahr, Wohnfläche, Bauart, Dachform, Heizung, Nebengebäude, Adresse (Risikozone), Vorschäden, gewünschte Selbstbehalte.
2) Bedarf festlegen: Elementar inkl. Rückstau, Unterversicherungsverzicht, grobe Fahrlässigkeit, Ableitungsrohre, PV/Wallbox/Wärmepumpe.
3) Vergleich starten: Mehrere Angebote einholen – auf Leistungsdetails, Summen/Limits und Bedingungen achten, nicht nur auf den Preis.
4) Bedingungen prüfen: Ausschlüsse, Sanierungs-/Leerstandsklauseln, Obliegenheiten (z. B. Absperren bei Frost).
5) Entscheidung treffen: Tarif mit passender Leistungstiefe, fairen Selbstbehalten und starker Regulierungskompetenz wählen.
6) Digital verwalten: Police in Ihrer Versicherungs-App hinterlegen – Erinnerungen aktivieren, Dokumente hochladen, Ansprechpartner speichern.
7) Jährlich checken: Bei Prämienanpassung oder Haus-Upgrade (PV, Umbau, Smart-Home) Leistung/Preis neu bewerten.
❓ FAQs zur Wohngebäudeversicherung #
Deckt die Wohngebäudeversicherung Einbruchdiebstahl ab?
Sie deckt gebäudebezogene Schäden (z. B. aufgebrochene Tür). Gestohlene Gegenstände sind Hausrat. Ideal ist die Kombination aus beiden Policen.
Ist Elementarschutz Pflicht?
Nein, aber dringend empfohlen. Starkregen & Überschwemmung nehmen zu. Ohne Elementar drohen existenzielle Kosten.
Wie vermeide ich Unterversicherung?
Mit Unterversicherungsverzicht oder korrekt hinterlegter Wohnflächenklausel. Aktualisieren Sie Daten nach Anbauten/Sanierungen.
Sind Photovoltaik und Wallbox automatisch mitversichert?
Nicht immer. Prüfen Sie Spezialbausteine für PV (inkl. Überspannung, ggf. Ertragsausfall) sowie Wallbox/Wärmepumpe.
Wie wähle ich den richtigen Selbstbehalt?
So, dass Sie kleinere Schäden selbst tragen können und die Prämie spürbar sinkt. Bei Elementar wird oft ein höherer SB gewählt.
Was ist bei Sanierungen zu beachten?
Anzeigepflichten (Baumaßnahmen/Leerstand) beachten, Klauseln prüfen, bei Bedarf Baustellen-Schutz wählen. Nachweise/Rechnungen aufbewahren.
Kann ich meine Verträge digital verwalten?
Ja. Mit einer Versicherungs-App (z. B. simplr) behalten Sie Fristen, Dokumente, Schäden im Blick – ideal für Vergleiche und Anpassungen.