Die Gebäudehülle spielt eine zentrale Rolle in der Energieeffizienz eines Hauses. Während Außendämmung in vielen Fällen die bevorzugte Lösung ist, gibt es zahlreiche Situationen, in denen eine Innendämmung die einzige oder die sinnvollste Option darstellt. Besonders in denkmalgeschützten Gebäuden oder bei Fassaden, die nicht verändert werden dürfen, ist sie ein wichtiger Bestandteil der energetischen Optimierung.
Eine professionelle Energieberatung hilft dabei, die richtige Lösung zu finden und Risiken wie Feuchteschäden oder Schimmel zu vermeiden. Denn Innendämmung erfordert eine exakte Planung, hochwertige Materialien und sorgfältige Ausführung. Wer eine solche Maßnahme plant, sollte unbedingt mehrere Angebote vergleichen – eine gute Anlaufstelle sind Energieberater in der Nähe.
🏠 Was ist Innendämmung? #
Innendämmung bezeichnet Dämmmaßnahmen, die an der Innenseite der Außenwand angebracht werden. Sie verbessert die thermischen Eigenschaften der Wand, ohne die äußere Fassade zu verändern.
Sie wird eingesetzt, wenn:
- Denkmalschutz eine Außendämmung verbietet,
- eine Straßenansicht erhalten bleiben muss,
- enge Grenzbebauung Außendämmung verhindert,
- nur einzelne Räume energetisch ertüchtigt werden sollen.
Innendämmung ist technisch anspruchsvoll, da sie bauphysikalisch korrekt geplant werden muss, um Kondenswasser zu vermeiden.
🌱 Wo Innendämmung eingesetzt wird #
Innendämmung ist eine Alternative zur Außendämmung und spielt vor allem in folgenden Gebäudesituationen eine Rolle:
1) Denkmalgeschützte Gebäude
Historische Fassaden dürfen oft nicht gedämmt oder optisch verändert werden.
2) Reihenhäuser & Grenzbebauung
Wenn der Abstand zum Nachbargrundstück zu gering ist, entfällt die Außendämmung.
3) Teilmodernisierung einzelner Räume
Zum Beispiel Schlafzimmer oder Arbeitszimmer können separat gedämmt werden.
4) Innenwände gegen unbeheizte Bereiche
Etwa gegen Treppenhäuser, Garagen oder Abstellräume.
📉 Vorteile & Grenzen der Innendämmung #
👍 Vorteile:
- Keine Veränderung der Außenfassade
- Ideal für Denkmalschutz
- Sanierung einzelner Räume möglich
- Schnelle Umsetzung ohne Gerüst
- Kostengünstiger als Außendämmung
⚠️ Grenzen & Risiken:
- höhere Anforderungen an Feuchteschutz
- Wärmebrücken müssen konsequent reduziert werden
- leichte Reduzierung der Wohnfläche
- bei unsachgemäßer Ausführung: Risiko für Schimmelbildung
Eine Energieberatung sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und geeignete Lösungen umgesetzt werden.
🧰 Innendämm-Systeme im Überblick #
Je nach Gebäude, Wandmaterial und Feuchtezustand kommen verschiedene Systeme infrage.
1) Kapillaraktive Innendämmung
Dämmstoffe wie Kalziumsilikat- oder Mineraldämmplatten, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Besonders sicher bei Feuchteanfälligkeit.
2) Holzfaser-Innendämmung
Ökologisch, diffusionsoffen und mit sehr gutem sommerlichem Wärmeschutz.
3) Gipsfaser & Mineraldämmverbundplatten
Ideal für glatte Oberflächen und schnelle Verarbeitung.
4) Dampfbremssysteme mit Mineralwolle
Kosteneffizient, aber nur geeignet, wenn eine hochwertige Dampfbremse installiert wird.
5) Aerogeldämmung
Sehr schlanke Dämmung mit extrem guter Dämmwirkung – perfekt bei Platzmangel.
🔧 Wie Energieberater Innendämmung bewerten #
Innendämmung erfordert eine exakte Analyse, da fehlerhafte Planung zu Feuchteproblemen führen kann. Energieberater prüfen deshalb:
- Wandaufbau (Material, Dicke, Feuchtebelastung)
- Schimmelgefahren
- Wärmebrücken (z. B. Fensterlaibungen, Deckenanschlüsse)
- Luftdichtheit
- Optionen für diffusionsoffene Systeme
- Kompatibilität mit Heizsystem & Raumklima
Auf Basis der Analyse wird ein detaillierter Maßnahmenplan erstellt – häufig im iSFP‑Sanierungsfahrplan. Dieser zeigt nicht nur die Maßnahmen, sondern auch Einsparpotenziale und mögliche staatliche Förderungen.
🤝 Warum mehrere Angebote wichtig sind #
Innendämmung ist technisch anspruchsvoll – deshalb unterscheiden sich die Angebote oft erheblich. Unterschiede gibt es bei:
- Dämmstoffqualität
- Schichtaufbau
- Feuchteschutz-Konzepten
- Ausführungsqualität
- Preisgestaltung
Vergleiche sind unerlässlich!
❓ FAQ – Häufige Fragen #
1) Wann ist Innendämmung sinnvoll?
Vor allem bei Denkmalschutz, engen Grundstücksgrenzen oder der Dämmung einzelner Räume.
2) Kann Innendämmung Schimmel verursachen?
Nur bei falscher Planung. Kapillaraktive Systeme minimieren das Risiko deutlich.
3) Wie viel Wohnfläche geht verloren?
Je nach Dämmstoff ca. 2–6 cm pro Wand.
4) Sind Innendämmungen förderfähig?
Ja – im Rahmen der BEG-Einzelmaßnahmen und iSFP-Boni.
5) Wo finde ich zertifizierte Energieberater?
Eine gute Anlaufstelle sind Energieberater in der Nähe